Depeche Mode – 10.06.09 – Olympiastadion – Berlin
12. Juni 2009 von das hainkind
An einem schönen Junitag bekam ich kurzfristig das Angebot mir das am 10.06.09 stattgefundene Depeche Mode Konzert im Berliner Olympiastadion anzuschauen.
In meinem letzten Beitrag lachte ich noch über meine Freunde, die sich lange im Vorfeld eine Karte für dieses Konzert gekauft hatten. Spontan sagte ich zu und habe mir noch eine Karte für den Innenraum besorgen können. Wer weiß schon, wann ich die alten Hasen noch einmal sehen werde. Nach der Krebsoperation von Sänger Dave Gahan fiel das erste Konzert der Tour of the Universe 2009 am 07.06.09 aus. Das folgende am 08.06.09 fand in Leipzig statt und nun waren die Jungs in Berlin zu Gast.
Depeche Mode spielten mit 2 Vorbands, die bereits um 19:30 anfangen sollten. In einer größeren Truppe machte ich mich also um 17 Uhr in Prenzlauer Berg auf in Richtung Olympiastadion. Bei durchweg schwülem Wetter machte so eine U-Bahnfahrt auch gleich richtig viel Spaß :) So eine Fahrt vergeht wie im Flug, wenn immer wieder Fans der Band zusteigen und ihre durchweg positive Stimmung im Wagon verbreiten. Die Traube mit der ich unterwegs war, hatte auch eine ganze Menge davon.
Am Stadion angekommen ging dann auch alles ganz schnell. Nichts Spektakuläres bei den Securities am Einlass. Noch vor unserem Einmarsch ins Stadion konnte ich mich vom hiesigen Bier überzeugen. Ein Helles 0,5l vom Fass gab es für 4,- € plus 2,- € Becherpfand. Bei dem Becher handelte es sich um einen Tourbecher der „Tour of the Universe“. 0,5l war genau das richtige Maß. Preis-Leistung absolut in Ordnung und einen schicken Becher habe ich jetzt auch.
Da wir Karten für den Innenraum hatten, betraten wir also gegen 18:30 den Rasen. Es sind zu diesem Zeitpunkt schon einige tausend Besucher anzutreffen. Das ein oder andere bekannte Gesicht fand sich unter den Besuchern auch wieder – ein schöner Start in den Abend.
M83
Pünktlich 19:30 legten M83, eine französische Band um Anthony Gonzalez, los. Der Sound erinnerte mich an die frühen 80er. Synthieflächen und super weicher, popiger Gesang prägten das Bild der Band. Ich als Kind des Rock füllte nach dem zweiten Song erstmal meinen Becher wieder auf. Mir schien, als ob solch extrem breit gezogener Softpop nur was für Depeche Mode Fans der ersten Stunde oder absolute Synthie-Liebhaber ist. Zufällig stand ein solcher Synthie-Liebhaber auch direkt neben mir. Kimi – ich weiß, dass Dir die Band gefiel :)
Mir war bei M83 einfach zu wenig Dynamik auf der Bühne. Das aktuelle Album Saturdays=Youth zieht sich auch genauso in die Länge. Trotzdem konnte die Band eine Stimmung aufbauen und auf das Publikum übertragen. Das ein oder andere Mal lag auch wirklich eine interessante Stimmung in der Luft.
http://myspacetv.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=39568015Band: M83
Wertung: 4/10
Web: http://www.ilovem83.com/
Polarkreis 18
Zweite Vorband des Abends waren Polarkreis 18. Der Hype um diese Band ging auch an mir nicht vorbei. Wie für die Band typisch, trat die 6-köpfige Kombo komplett in weißen Kostümen auf und spielte die Songs ihres bislang einzigen Albums „The Colour Of Snow“.
Typisch für diese Band sind die permanenten Off-Beats, die dem Zuhörer treibende Rhythmen vermitteln und ein eher kopfstimmenlastiger Gesang, der gerade durch Bands wie Coldplay oder Muse zum Trend wurde. Gerade durch dieses Zusammenspiel wirkte allein die Musik schon antreibend und trotzdem auch auf Dauer nicht langweilig. Auch die Show war alles in allem recht gelungen und man konnte sehen, dass die Band eine gute Bindung zum Publikum aufbauen konnte.
Band: Polarkreis 18
Wertung: 7/10
Web: http://www.polarkreis18.de/
Depeche Mode
Noch vor Beginn des Headliners schwappten Wellen durch die Ränge und zogen sich beim zweiten Versuch auch durch den Innenraum des Stadions. Schnell war klar – es war soweit:
Pünktlich wie ein Uhrwerk begannen Depeche Mode um 21:00 Uhr ihre Show. Sänger Dave Gahan wirkte auch in keiner Phase des Konzerts trotz seiner kurzen Rehabilitationsphase nach seiner Operation erschöpft. Natürlich habe ich mir im Vorfeld das aktuelle Album „Sounds of the Universe“ angehört. Mit „Wrong“ spielten Depeche Mode ihre aktuelle Singleauskopplung bereits als zweiten Song und es war ganz deutlich zuspüren, dass auch dieses Album beim Publikum enormen Anklang findet. Faszinierend, wie Sänger Dave Gahan nur zwei Wörter der ersten Strophe sang und sich dann mit dem Publikum abwechselte.
Unterstützt wurde die insgesamt 2 stündige Show von Videos, die auf 3 Leinwänden auf und um die Bühne projiziert wurden. Nahezu alle mir bekannten Hits der Band wurden gespielt und euphorisch vom Publikum aufgenommen – unter anderem „Wrong“, „Enjoy the Silence“, Policy of Truth“, „Personal Jesus“ um nur einige hier zu nennen.
Die Stimmung im Publikum war sehr entspannt und aufgelockert. Beeindruckend war es auch bei untergehender Sonne vom Innenraum auf die Ränge zuschauen und das Publikum bei Balladen wie beispielsweise „A Question of Lust“ mitwippen und mit Feuerzeugen und Wunderkerzen den Takt begleitend zu sehen.
Ich habe mich an der Stelle mal gefragt, was Depeche Mode und den Hype um diese Band ausmacht. Hier eine kurze knackige Antwort zu finden ist kaum möglich. Die Band schafft es zum einen sehr eingängige Songs zuschreiben und ihre Eingängigkeit in dunklen Synthiestimmungen gepaart mit sensiblem Gesang zu verpacken.
Band und Publikum waren bis zum Schluss in Bewegung und gaben wirklich alles. Wiederum pünktlich um 22:30 Uhr gingen Depeche Mode das erste Mal von der Bühne – es war natürlich klar, dass es jetzt noch Zugaben geben würde – Richtig! Eine weitere halbe Stunde wurde noch einmal aufgedreht und die letzten Reserven mobilisiert – es schien teilweise so, als ob das Publikum vorher ein Konditionstraining gemacht hat und noch Luft für eine weitere Stunde hätte.
Band: Depeche Mode
Wertung: 9/10
Web: http://www.depechemode.de/
Fazit:
Noch Stunden nach dem Konzert blieb mir „A Question of Lust“ im Ohr – für mich einer der schönsten Songs des Konzertes.
Wer Depeche Mode liebt, der musste auf diesem Konzert gewesen sein – tolle Stimmung und eine absolut beeindruckende Atmosphäre im Stadion! Kleiner Wermutstropfen – auf den Videoleinwänden hätte mehr vom Bühnengesehen ablaufen können. Ein paar mehr Schnitte zwischen Songvideo und Liveperfomance haben mir gefehlt. Sonst toll. Auch die Auswahl der Vorbands fand ich passend. Alles in allem ein gelungener Abend.
Akustik / Licht:
Zum Sound kann ich in dieser Größenordnung nur sagen, dass dieser für ein Stadion mit über 70.000 Menschen in Ordnung war und ich überall gut hören konnte – zumindest im Innenraum. ;)
Die Lichtshow war sehr gut auf die Band abgestimmt. Farben und Lichtintervalle waren paßten ebenfalls sehr gut zusammen.
Getränketechnisches:
Bier war im 0,5l Becher für 4,- € + 2,- € Pfand zu erwerben. Dafür hatte man aber einen satten Schluck und einen echten Tourbecher. Alternativ waren im Innenbereich auch Erdbeerbowle, Caipiriha und Melonenbowle zu erwerben. Diese jedoch zu einem Preis von 7,- €.
Preis: 70,30 €
Location: Olympiastadion Berlin, Olympischer Platz 3, 14053 Berlin
Beginn: 21.00 Uhr – 22.30 Uhr, 2 Zugaben
Saniäres: Dixieklo-Farm









hey,
tolle seite, tolle berichte. beim lesen dieser bedauert man bei dem einen (peaches) oder anderen (dredg) nicht dabei gewesen zu sein…
und übrigens haste nicht nur einen schicken becher, sondern auch noch meinen…..
also “its a question of trust”…
haste dir “somebody” jetzt schon mal angehört?…
rinjehauen
die “marke”
Tach die Dame ;)
Deinen ultimativen “Tour of the Universe” – Becher gebe ich heute dem kleinen Mr. T mit. Meinen behalte ich natürlich ;)
Ihr lauft euch sicher eher über den Weg. “Somebody” – hole ich in diesem Moment via Youtube nach – klingt auch sehr gut.
Na dann bis bald
DM – Konzert am 10.06.09 im Olympiastadion in Berlin war das Geld auf jeden Fall wert ( 70,30 € ) !
Atmosphäre und Songauswahl waren geil.
War ausserdem bestbesuchtes Konzert ( 68.000 ) der Tour.
Die Stimmung in der Bahn (Anfahrt Konzert) war super.
Die Merchandising-Preise allerdings ABZOCK-Wucher (DM T-Shirt 40,-€!!!).
[...] Zwischenstop in der Berliner Wuhlheide einlegten, gefreut. Das was für den einen Metallica oder Depeche Mode sind, sind für mich Faith No More. Endlich bekam ich die Chance meine musikalischen Wurzeln noch [...]