Stuck in the Sound – 08.10.09 – Lido – Berlin
10. Oktober 2009 von das hainkind
Bei mildem Herbstwetter war ich vom Team des Francophonic-Festivals an einem Donnerstagabend, 08.10.2009, in das Kreuzberger Lido eingeladen worden, um mir die französische Band Stuck in the Sound anzuschauen.
Pünktlich um 21:00 Uhr öffneten die Türen des Lido und ein relativ verhaltener Ansturm begann. Ein Großteil der bis dato anwesenden Gäste stand auf der Presse- und Gästeliste. Ich war gespannt was mich an diesem Abend alles erwarten würde.
Das Lido bot im Konzertsaal ausrechend Platz für knapp 600 Gäste. Meiner ersten Zählung zufolge waren es 21:30 ca. 80, eine eher magere Ausbeute um diese Uhrzeit.
An diesem Abend spielten 3 Acts – Housse de Racket, Stuck in the Sound und Benjamin Diamond. Um 22:20 spielte endlich die erste Band. Da mein Hauptaugenmerk an diesem Abend allerdings auf Stuck in the Sound gerichtet war, werde ich nicht weiter auf die anderen Acts eingehen.
Stuck in the Sound
Um 23:15 standen die 4 Jungs von Stuck in the Sound auf der Bühne. Die Band bestand aus einem Gitarristen, einem Gitarre spielenden Sänger, einem Bassisten und einem Schlagzeuger. Das gesamte Set war sehr gemischt gestaltet und bot für jeden der inzwischen 250 Zuhörer etwas. Immer wieder kommunizierte der Sänger mit dem Publikum, was auch prompten Anklang fand.
Bewaffnet mit einer halbakustischen Gitarre und einer Kapuzenjacke, deren Kapuze tief ins Gesicht gezogen war, überzeugte er mit einer beeindruckenden Stimme, die auch sehr angenehm variabel eingesetzt wurde. Schnell kam der Vergleich mit Muse oder Radiohead auf, da die Kopfstimme des Sängers ab und an denen der Sänger beider Bands ähnelte.
Bassist und Gitarrist bewegten sich mitreißend und rhythmisch zur Musik, was dem Publikum gefiel und es Song für Song immer mehr mitwippen ließ. Die Drums trieben in verschiedenen Off-Beat-Variationen die Band an.
Hin und wieder hatte ich jedoch das Gefühl, dass das Schlagzeug nicht ganz tight war. Der Stimmung auf und vor der Bühne tat das keinen Abbruch. Ab und an unerstützte der Bassist mit einigen Shouts den kopfstimmelastigen Gesang und auch der Schlagzeuger sang ab und an die Zweitstimme.
Die Kommunikation der Band wirkte angenehm locker – die Band sprach miteinander und hatte sichtlich Spaß. Kleine Showelemente, wie beispielsweise ein „Einfrieren“ in der Bewegung, komplettierten das Bühnenbild.
Aufgrund der Spielweise und der Dynamik im Set waren Stuck in the Sound für mich die besten Band des Abends.
Insgesamt kamen Stuck in the Sound live sehr nah ans Album heran, sodass die Besucher, die im Vorfeld nur das Album der Band gehört hatten, keine Probleme gehabt haben sollten die einzelnen Songs wieder zuerkennen.
Band: Stuck in the Sound
Wertung: 7/10
Web: http://www.myspace.com/stuckinthesound
Fazit:
Stuck in the Sound haben an diesem Abend absolut überzeugt. Energiegeladen und mit gutem Druck spielten die Jungs ihr Set und nahmen das Publikum immer mehr für sich ein. Schon gut möglich, dass Stuck in the Sound künftig öfter zuhören sein wird. Das ein oder andere Hitpotential ist definitiv vorhanden.
Akustik / Licht:
Licht und Sound waren im Lido einmal wieder großartig. Alle Instrumente waren gut zuhören und das Licht auf die Band abgestimmt.
Getränketechnisches:
Espresso: 1,- €
RedBull: 3,- €
Preis:
VVK: 12,- €
AK: 15,- €
Location:
Lido Kultur & Veranstaltungs GmbH
Cuvrystraße 7
10997 Berlin
Garderobe:
1,- €
Saniäres:
Gepflegt und mit einer echten Klofrau auch gepflegt.








